Flüchtlingskrise-Talk bei Maischberger
die Demagogie eines Jakob Augstein

Von politischen Talkshows ist ja nicht viel zu halten.
Viel Gerede der immer wieder gleichen Personen, keine Änderungen im Leben des normalen Menschen.
Trotzdem ist es hin und wieder interessant, die einstudierte Propaganda und Demagogie der politischen und geistigen Eliten zu analysieren.
Am 6.10.2015 gab es wieder die Möglichkeit, eine Sternstunde in Sachen Propaganda, Verleugnung und Demagogie zu erleben.

"Menschen bei Maischberger hieß der Talk und das Thema war: "Neue Heimat: Wie verändern Flüchtlinge unser Land?".
Und einer, der im Politiktalk mitdiskutieren durfte, war Jakob Augstein. Jakob Augstein ist Besitzer der Wochenzeitung Freitag und hat als Millionenerbe des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein Zugriff und Einfluss auf ein systemrelevantes Pressemedium Deutschlands, dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Eingeladen war unter anderem die Bochumer Polizeibeamtin Tania Kambouri.
Frau Kambouri, Tochter griechischer Einwanderer, hatte durch ihre öffentlichen Thematisierungen des aggressiven Verhaltens besonders jugendlichen moslemischer Männer in Deutschland bereits  Medienpräsenz erhalten. Als Migrantin, die vorbildlich in Deutschland integriert ist, erhielt sie nun die Chance, über ihre Erfahrungen im Polizeidienst zu berichten.
Die Polizistin Kambouri berichte ruhig und sachlich von ihren - größtenteils - schlechten Erfahrungen mit Migranten - vornehmlich jungen, männlichen, muslimischen - in der täglichen Polizeiarbeit. Sie erzählte keine Horrorgeschichten, sondern berichtete lediglich vom fehlenden Respekt der muslimischen Migranten gegenüber de Polizei und den B, von deren oftmals vorhandener Aggressivität und Frauenfeindlichkeit.
Doch selbst dieser sachliche, nüchterne Zustandsbericht war Herrn Augstein noch zuviel.

Zuerst diskreditiert Augstein die Berichte der Polizistin. Ihre Erfahrungen seien nicht verallgemeinerbar, behauptete er.
Stattdessen zitiert er lieber einen Hamburger Professor für Polizeiwissenschaften, Rafael Behr. Der sagt, die Polizei beschwere sich seit 25 Jahren, dass die Arbeit härter werde.

Leider ist kein blendender Rhetoriker à la Gerhard Schröder in der Runde, der ihm einen "dieser Professor aus Hamburg ... "-Satz entgegenschleudert.
Allen Ernstes? Dieser Professor aus Hamburg, noch dazu einer der umstrittensten überhaupt innerhalb und außerhalb der Polizei
- siehe www.gdp.de/gdp/gdphh.nsf/id/DE_Herr_Professor_Behr_merkt_nichts_mehr?
Die Aussagen dieses Professors soll verallgemeinerbar sein, die einer Kommissarin im Dienst am Brennpunkt und unzähliger anderer Polizeibeamter aber nicht???

Wem der Polizeidienst zu hart ist, der solle es doch sein lassen, zitiert Augstein den Professor weiter.
Und beleidigte damit öffentlich die Polizistin Kambouri, indem er ihr damit unterstellte, nicht geeignet für den Polizeidienst zu sein.
Nur mal nebenbei: Die Polizistin so wie auch der Kindergärtner oder die Supermarktkassiererin oder all die anderen Arbeitenden, sind leider nicht von Beruf Millionenerbe wie Herr Augstein, und brauchen schlichtweg eine Arbeit zum Leben!

Eine weitere "Glanzleistung" des Herrn Augstein:
Es wird immer mehr Migranten geben, die Positionen wie Rechtsanwalt oder Richter bekleiden. Und Deutsche müssten auch lernen, damit klar zu kommen.
Was bitte schön soll denn das heißen?
Warten wir ab, bis es soweit ist, schauen wir dann, ob die Deutschen Respekt haben. Und wenn ja, dann sagen wie den Migranten: Jetzt müsst Ihr auch Respekt haben?

Der Höhepunkt seiner Demagogie kommt aber, als Marie-Luise Balk-Egger, Sprecherin einer Bürgerinitiative, über ihre Erfahrungen spricht. Der folgende Dialog ist nahezu wörtlich wiedergegeben:
Balk-Egger: "Sehr viele Meldungen haben uns erreicht, dass junge Frauen belästigt worden sind. Sexuell, verbal, und es ist den Frauen nicht gut damit gegangen. Und haben sie sich gewehrt und was dazu gesagt, heißt es: ihr müsst euch doch bitte auch anpassen. Wie weit soll die Anpassung gehen? ..."
Augstein: "Frauenrechte, ich find’s ganz toll, jetzt kommen alle Konservative - und das ist zum Totlachen. Alle Konservative, die gegen die Quote sind, die finden, dass das ganze Genderzeug zu weit geht, die kommen jetzt alle aus den Ecken und sagen, die Muslime, die sind ja alle so frauenfeindlich. Da lach mich ja tot."

Spätestens hier hätte man Herrn Augstein des Studios verweisen sollen.

Es beschweren sich doch keine Frauen oder Töchter von Konservativen!
Es geht um ganz normale Mädchen und Frau aus der ganz normalen Bevölkerung. Diese Frauen sind sexuellen Belästigungen und auch sexuellen Übergriffen der muslimischen Migranten ausgesetzt. Und sie haben keinen Personenschutz wie die Familien der konservativen Politiker oder die Familie des Herrn Augsteins!
Und was für eine Relativierung: Die Leiden einer Frau, die sexuell belästigt und gar angegriffen wird, sind nicht schlimmer als die eines Menschen, der kritisiert wird, weil er sich für Ampelfrauchen statt Ampelmännchen ("Genderzeug" - Augstein) einsetzt.

Hinzufügen muss man noch, das sowohl  Frau Kambouri als auch Frau Balk-Egger immer wieder betont hatten, dass es sich nur um eine bestimmte Anzahl der Migranten / Flüchtlinge handele, nicht um alle. Das überhörten aber sowohl Herr Augstein als auch die ebenfalls anwesende Renate Künast (B'90/Grüne) geflissentlich.
Für Augstein und Künast war jede noch so sachliche Kritik ein Frontalangriff gegen ihre politische Linie und beide schlugen zurück - Augstein beleidigend und demagogisch, Künast etwas sehr naiv für ihre Verhältnisse.

Resümee:
Leute wie Augstein haben offensichtlich selbst Integrationsprobleme.
Es sind diese "geistigen Eliten" wie Jakob Augstein, die die Demokratie zerstören.